Das Mittelalter ist dir vermutlich als die Zeit der Ritter und Burgfräulein bekannt…

Wie du bestimmt weißt,  gab es im Keller einen Kerker, also ein Gefängnis. Da war es kalt, dunkel und langweilig!

 

In einem mittelalterlichen Kerker lebte einst für einige Zeit ein Philosoph. Philosophen waren nicht immer sehr beliebte Menschen, vor allem dann, wenn sie ihre Meinung etwas unvorsichtig vertraten. Der berühmteste Philosoph, Sokrates, wurde eingesperrt, genauso wie einige Jahrhunderte später, ein Philosoph namens BOETHIUS.

Wie fühlte sich Boethius im Kerker, was meinst du?

Boethius war traurig, genau.

Wie bekämpfte er seinen Kummer?

Boethius spielte mit seiner Fantasie und benutzte seinen Verstand. Er dachte sich eine  Frauenfigur aus, die er „Philosophie“ nannte. Mit Hilfe dieser Fantasiefigur entwarf er Texte über Fragen des Lebens. Die Figur antwortete in philosophischem Sinne.

Das kannst du dir so vorstellen:

Boethius: „Was ist der beste Weg zum Glück? Ist es Reichtum?“

Philosophie: „Reichtum führt nicht zum Glück, auch wenn das viele Menschen glauben. Macht man sich Reichtum zum Ziel, verfolgt man einen Irrweg…“

Durch dieses Überlegen, sein Philosophieren, konnte Boethius einen Großteil seines Kummers überwinden, sodass er sein Buch „Trost der Philosophie“ nannte. Es entstand in seiner Zeit im Kerker, doch blieb nicht dort. Das Werk wurde von vielen Menschen gelesen, und zählte letztendlich zur Schullektüre.

 

Zwei Dinge können wir daraus lernen:

1. Aus einer schlimmen Lage kann etwas Gutes entstehen.

2. Philosophieren kann dir in allen Lebenslagen helfen, da es spannend und tröstlich ist! Probiere es aus!

 

Was sind deine Erfahrungen mit schlimmen Situationen? Und welche Erfahrungen hast du schon mit dem Philosophieren?

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