Liebe großen und kleinen Philosophinnen und Philosophen!

Sammy enjoying LifeManche fragen sich, ob es den Philosophenkater wirklich gibt… na klar, gibt es mich! Ich heiße Sammy Kater, bin 10 Jahre alt und lebe in Wien. So sehe ich aus!

Bin ich nicht ein kuscheliger Tigerkater? : D

Aber nun von vorn:

Meinen Geburtstag kann ich euch leider nicht verraten. Leider ist es auch schwierig, seinen Geburtstag zu feiern, wenn man nicht weiß, wann man geboren ist… obwohl so eine Katzengeburtstagstorte ja etwas Wunderbares wäre…mmmh!

Als Katzenbaby lebte ich nämlich bei einem jungen Paar, das nach ca. einem Jahr mit seinem großen Hund (also ich fürchtete mich nicht vor ihm, ich schwöre!!) aus meiner Wohnung weggezogen ist. Die beiden ließen mich allerdings nicht allein. Eine nette Kindergartenpädagogin kam mit Sack und Pack und ihrer lieben Tochter in meine Wohnung und das Paar fragte Elke, ob sie denn nicht mit mir zusammenwohnen wolle. Elke hatte zu der Zeit gerade vor, sich eine Katze aus dem Tierheim zu nehmen, und als sie merkte, wie besonders lieb und kuschelig ich war (und noch immer bin), freute sie sich über unsere WG sehr! : )

Ja, wie ging es dann weiter? Also, wenn Elke in die Arbeit ging, war mir fad…

Da ich immer schon eine freilaufende Katze war, die hinaus auf die ruhige Straße und in den grünen Hinterhof durfte, fand ich bald heraus, dass Elke nebenan im Kindergarten arbeitete! Da musste ich sie natürlich jeden Tag abholen! Sie freute sich sehr darüber, dass ich jeden Tag vor dem Kindergarten saß und wartete und mit ihr wieder nach Hause ging.

Sammy kuschelt mit KuscheltierSammy selig mit Kuscheltier

Irgendwann wurde mir allerdings auch das zu langweilig! Ich beobachtete die Kinder und Kindergartenangestellten, die da im Kindergarten aus- und eingingen und zog den Schluss: Das sind liebe Leute! Die könnten mich streicheln! Die könnten mir Futter geben! Ich folgte den Kindern also am Vormittag erstmal unbeobachtet in den Garten. Als sie mich bemerkten, freuten sie sich wie verrückt! Ich freute mich über Streicheleinheiten!

Und als ich erstmal auch in die Gruppenräume mitging, wurde ich zum großen Star! Ich setzte mich auf und unter die Tische und schaute den Kindern beim Spielen zu. Wenn ich ein Nickerchen machen wollte, legte ich mich in das Puppenbett in der Puppenecke. Gut, dass der Kindergarten fünf Gruppen hatte, so konnte ich von einer Gruppe in die nächste gehen, gerade immer dorthin, wo etwas los war: eine Geburtstagsfeier, die ich nicht versäumen wollte, oder Faschingsschlangen, die sich lustig hin und her bewegten, die Rettungsmänner, die den Kindern etwas über Erste Hilfe erzählten, das Teamgespräch der Pädagoginnen ….ja, das Aquarium in der Regenbogengruppe war natürlich auch sehr interessant. Leider traute ich mich nie, einen Fisch herauszufangen….brrr ist so ein Wasser nass! 😛

Digital StillCameraGerne und mit einem großen Schnurren nahm ich auch das wunderbare Futter entgegen, mit dem mich besonders die liebe Kindergartenassistentin Claudia nach Strich und Faden verwöhnte! Aber ich muss gestehen – sie war nicht die Einzige! Auch die Nachbarn rund um den Kindergarten hatten nicht nur einen Gelegenheitsschlafplatz für mich bereit und liebe Worte, sondern auch den einen oder anderen Leckerbissen! Ah, schmeckte das überall gut!!! Schöne und vor allem kuschelige Stunden verbrachte ich direkt bei uns im Haus bei unseren Nachbarn. Als Balu bei uns einzog, ging der Spaß erst so richtig los! Mit diesem riesigen Rottweiler verband mich eine Freundschaft, zugegebenermaßen eine etwas distanzierte, aber wir interessierten uns für einander. 😀 Es gab nur eine Einzige, die nicht meine Freundin wurde: die Katze Hexe von schräg gegenüber…. puh, mit der ist auch nicht gut Kirschen essen!

Sammy frechNach einigen Jahren fing jedoch etwas Neues an: Es war so, dass Elke mit mir wegzog. Die lustige Kindergartenzeit war nun zu Ende, wir zogen in die Nähe einer Schule. Ich fürchtete mich sehr in dem neuen Zuhause, muss ich gestehen. Zwei Wochen lang versteckte ich mich hinter unserer neuen Couch. Doch die nette Tierärztin beruhigte Elke und meinte, das machen Katzen so…nunja, aber bald gefiel es mir dann doch und ich erforschte die neue, interessante Gegend. Zum Glück gibt es hier auch einen großen, grünen Hof vor unserer Terrasse! Ich kann durch die Wiesen springen und auf Bäume klettern! Miau! Und der Maler über unserer Wohnung hat mich gern. Hoffentlich malt er mal ein Bild von mir!

Die Schule war mir nie ganz geheuer, also übersprang ich sie und lernte mit Elke für ihr Philosophiestudium. Das sah so aus, dass ich mich auf die Computertastatur legen wollte, wenn Elke einen Essay schrieb. Komisch nur, dass ihr das gar nicht Recht war! Also legte ich mich auf ihre Arme, wenn sie schrieb…Weil ich mich für alles interessiere und neugierig bin, werde ich nun auch „Philosophenkater“ genannt. Ein „stoischer“ Philosophenkater bin ich deshalb, weil mich nichts aus der Ruhe bringen kann – ob Kinder, die ich über alles liebe, oder andere Menschen, auf deren Schoß ich gerne klettere : ).  Nur eines mag ich nicht so gern: „Bunte Vielfalt in Sauce“… dann doch lieber „Landpicknick“ und Katzenwürstel, schmatzschmatz….

IMG-20151208-WA0002 So, nun aber genug geschrieben! Zeit, sich wieder zusammenzurollen und genüsslich zu schlummern : )…

Falls mich allerdings jemand streicheln will, weckt mich ruhig auf!

Euer Philosophenkater Sammy

 

 

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